Seed Of Pain – Red Suns

(Hardcore / Dark-Wave)

Schokolade und Bergmassive. Die Schweiz ist ein schönes Land: Unabhängig, reich an kulinarischen Genüssen und schönen Landschaften. Was Musik, insbesondere Hardcore angeht, ist das Alpenland aber noch ein ehr unbeschriebenes Blatt. Selten schwappt etwas über die Landesgrenzen hinaus, ehr hat es den Anschein, als wolle man unter sich bleiben. Seed Of Pain gehören seit einigen Jahren zu den Schweizer Bands, die sich auch in Deutschland einen Namen gemacht haben. Mit „Red Suns“ erscheint nun das zweite Album der Luzerner über das bandeigene Label Edition Gris.
Von einem elektronischen Beat getrieben leitet „Aurora“ das Album verstörend ein. Schon zu Anfang wird eine düstere Stimmung geschaffen, welche durch die tiefe Stimme und den emotionalen Gesang von Sänger Matthias getragen wird. Auch die Lyrics steuern zu dieser eindringlichen Stimmung einen nicht gerade geringen Teil bei: „No witness, no last salute. A life becomes silent.“
Im nachfolgenden und wieder sehr affektgeladenen „She“ blitzen die Hardcorewurzeln von Seed Of Pain, insbesondere im Gesang, das ein oder andere Mal durch. Das verleiht dem Lied eine enorme Intensität, die im Zusammenspiel mit der Instrumentierung zu einer dichten und nahezu drückenden Atmosphäre führt.
Fast schon kurzweilig wirkt hingegen „Haven“. Gleichermaßen roh wie aber auch eingängig präsentiert sich der Song in seinen dreieinhalb Minuten. Die elektronischen wie auch atmosphärischen Einschübe, die man in Stücken wie „Stimulus“ oder „Silence Is Golden – Silence Is Death“ vorgefunden hat, sind hier auf das Minimalste reduziert worden und so stehen verzerrte Gitarren im Vordergrund.
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